Liebe Besucher unserer Webseite!

Die Mercator-Schule Gangelt ist in diesem Schuljahr mit der Don-Bosco-Schule Oberbruch zu einer

Schule zusammengeführt worden Außerdem sind in der neuen Schule zu dem bisherigen

Förderschwerpunkt Lernen die Förderschwerpunkte Sprache und Emotionale und Soziale

Entwicklung hinzugekommen. Als dritte Neuerung gab es auch noch einen Wechsel der Trägerschaft.

Als Schulträger ist jetzt der Kreis Heinsberg für die neue Schule an den beiden Standorten zuständig.

Aufgrund dieser vielen Veränderungen haben wir vor, eine komplett neue Webseite aufzubauen.

Dies ist aber noch in Arbeit. Bis dahin können sie sich auf den bisherigen Internetseiten der beiden

Schulen ein wenig orientieren.

Natürlich können Sie auch jederzeit telefonisch Kontakt zu uns aufnehmen.

Freundliche Grüße

Das Team der Mercator-Schule/Don-Bosco-Schule

Schulstandort

Einbeziehen der Ortschaft Gangelt und der näheren Umgebung

Die Mercator-Schule ist mit dem Ort Gangelt auf vielfältige Weise verwoben. Beim Neubau im Jahr 2002 hätte eine Entscheidung zu Ungunsten des Standortes Gangelt eine Vielzahl von Aktivitäten, die für die Schule seit vielen Jahren fester Bestandteil des Unterrichts und somit des Schulprogramms ist, verändert.

In und um Gangelt finden sich vielfältige Lernanlässe, die unseren Schülerinnen und Schülern in allen Schulstufen Spaß machen und Gewinn bringen.

Eine Rangfolge und Strukturierung wäre nicht im Sinne des ganzheitlichen, fächerübergreifenden und projektorientierten Ansatzes, den die Kolleginnen und Kollegen mit ihrer Arbeit anstreben. Deshalb werden im Folgenden einfach alle örtlichen Gegebenheiten aufgezählt, die im Unterricht Berücksichtigung finden und je nach Schwerpunkt des Projektes und Alter der Lerngruppe erarbeitet werden.

Besuch des Wildparks Gangelt (Schwerpunkt Sachunterricht/ Biologie)



Die Umgebung unserer Schule und ihre Bedeutung für den naturwissenschaftlichen Unterricht, für Sport und für das Freizeitverhalten unserer Schüler

Im Rahmen des Sach- und Biologieunterrichts bietet sich ein Besuch im Wildpark Gangelt in regelmäßigen Abständen an. Bereits die jüngsten unserer Schüler lernen in der Anschauung die meist in unseren heimischen Wäldern lebenden Tiere kennen. Sie erfahren, was die Tiere fressen, beteiligen sich im Herbst gerne an Eicheln-Sammelaktionen für die Tiere (für Rehe, Hirsche,...) und lernen somit handlungs-orientiert den Lebensraum und die Lebensweise der Tiere kennen. Ebenso können sie das Gruppenverhalten bei den verschiedenen Tierarten z.B. bei Hirschen im Vergleich zu Wölfen (Rudelverhalten) selber beobachten. Interessant ist es für unsere Schüler zu sehen, welchem Jahresrhythmus die Tiere folgen. im Frühling/Frühsommer kann man die Jungtiere beobachten, man sieht sie heranwachsen, während es im Herbst sehr eindrucksvoll für die Kinder zu beobachten ist, wie die Tiere sich auf den Winter vorbereiten (Winterfell, Nahrungsvorräte ansammeln, etc.).
Diese Lerninhalte werden im Bereich der Mittel- und Oberstufe weiter ausgearbeitet und vertieft.

Im kleinen Umfang besteht für die Schüler unserer Schule die Möglichkeit, auf dem Privatgrundstück unseres Hausmeisters Haustiere und Nutztiere (Schweine, Schafe, Hühner, Ponys, etc.) in ihrer Umgebung und ihrer Lebenswirklichkeit regelmäßig zu beobachten. Die Kinder können den Jahresrhythmus auch hier wieder gut nachvollziehen. Sie haben die Gelegenheit, die Tiere zu füttern, zu streicheln, etc. und verlieren somit auch zu einem großen Teil Berührungsängste. Sie lernen sich auf die Tiere ein zu lassen und sich auf deren Bedürfnisse einzustellen.

Weiterhin ist im großen Bereich des Biologieunterrichts ein Besuch des Naturgebietes Rodebach beliebt und immer wieder interessant. Am weitgehend renaturierten Bachverlauf lernen die Schüler die Sumpf- und Bruchlandschaften unserer Heimatregion kennen mit ihrer typischen Fauna und Flora (Kröten, Frösche, Libellen, verschiedene Schilf- und Sumpfpflanzen).



Schüler schneiden Kopfweiden am Rodebach, um damit ein Weidentipi auf dem Schulgelände zu errichten.





Angrenzend am Naturgebiet Rodebach befindet sich der Kahnweiher. Er ist umringt von verschiedenen Laub- und Nadelbäumen, die unsere Schüler im Rahmen des Sach- und Biologieunterrichts anschaulich und handlungsorientiert kennen lernen. Hierzu gehört die Bestimmung der Bäume, der Blätter und der jeweiligen Früchte. Der Wechsel der Jahreszeiten lässt sich für die Schüler hier besonders gut beobachten, erarbeiten und verinnerlichen.
Der Kahnweiher ist darüber hinaus im Rahmen des Sportunterrichts ein beliebter Ausgangspunkt für Läufe und Wanderungen.



In unmittelbarer Nachbarschaft sind sowohl das örtliche Freibad als auch die Minigolfanlage gelegen. Im Rahmen des Sportunterrichts werden beide Anlagen genutzt. Ziel ist es hierbei, die Schüler an eine sinnvolle und aktiven Freizeitgestaltung heran zu führen.

In diesem großen Bereich der Freizeitgestaltung sind für die Schüler unserer Schule ebenso der angrenzende Spielplatz, sowie ein Spielplatz in der Nähe des Rathauses besonders wichtig.

Speziell die Nutzung des Freibades ist im Sommer bei den Schülern (insbesondere der Mittel- und Oberstufe) im Rahmen des Sportunterrichts sehr beliebt. Darüber hinaus nutzt die Unterstufe zeitweilig im Rahmen des Schwimmunterrichts das Lehrschwimmbecken der Grundschule in Gangelt-Breberen.


Gangelt als historischer Ort und seine Bedeutung für die Gesellschaftswissenschaften an der Mercator-Schule

Der Ort Gangelt bietet an sich viele Lehr- und Lerninhalte im Rahmen des Geschichtsunterrichts und der Erdkunde. Gangelt an sich vereint in einem Mikrokosmos alle Strukturen, die aus geschichtlicher Sicht ein mittelalterlicher Ort
ehemals mit Stadtrechten - zu bieten hat. Beginnend mit der Pfarrkirche St. Nikolaus, deren Grundmauern auf das 11. Jahrhundert und die weiteren Bauteile auf das 13. Jahrhundert zurückgehen, sowie zwei noch erhaltenen Stadttoren, zwei restaurierten Wehrtürmen, einem ehemaligen Burgturm und Reste der Stadtmauer. An diesen Lernorten wird Geschichte konkret und lebendig, so dass diese Themen auch für unsere Schülerschaft von besonderem Interesse werden.


In der Nähe der Pfarrkirche befindet sich der Gangelter Gänsebrunnen, der ein Stück weit die Gangelter Geschichte teilweise mittels Legenden und Sagen beschreibt. Ebenso befinden sich an allen alten geschichtsträchtigen Gebäuden Tafeln, die die historische Bedeutung (teilweise in Verbindung mit Legenden und Sagen) hervorheben. Somit regen sie fächerübergreifend (Geschichte/Deutsch)einerseits zur Auseinandersetzung mit der Geschichte, andererseits aber auch mit Schriftsprache und Sagen an.


Darüber hinaus vereint die Beschäftigung mit „Gangelts berühmten Sohn“, nach dem auch unsere Schule benannt wurde, dem Kartograph Gerhard Mercator die Lern- und Unterrichtsschwerpunkte Geschichte und Erdkunde. Im Rahmen des Unterrichts
besuchen meist die Schüler der Mittelstufenklassen das Mercator-Denkmal, das auf dem Schnittpunkt des 6. Längengrades und 51. Breitengrades errichtet wurde. Dies kann sowohl Ausgangspunkt sein für die Vermittlung des Umgangs mit Karten-material oder der Beschäftigung mit dem Leben und Wirken des Namensgebers unserer Schule oder auch als Auseinandersetzung mit den Längen- und Breitengraden im größeren Umfang sein. Auf dem Denkmal sind die größten Städte, die auf dem 51. Breitengrad bzw. auf dem 6. Längengrad liegen schriftlich festgehalten.


Wanderung zur Gedenktafel und zum Gedenkstein Gerhard Mercators (Schwerpunkt Geschichte/ Erdkunde)


Der Judenfriedhof am Wirtsberg ermöglicht es uns Lehrern, den Schülern die jüngere deutsche Geschichte „hautnah“ aufzuzeigen. Hierdurch kann eine viel konkretere Art der Auseinandersetzung mit den Gräueltaten im dritten Reich erfolgen als wenn man nur davon hört oder liest. In Gangelt sind in den Archiven noch die Namen der Opfer benannt und am neuen Rathaus befindet sich eine Mahntafel zum Gedenken an die Opfer. Ebenfalls wurde in einem Hinterhaus in der Heinsberger Straße der ehemalige Synagogenraum restauriert. Er befindet sich zwar in Privatbesitz, kann aber im Rahmen des Geschichts- und Politikunterrichts auf Anfrage besucht werden.




Sowohl der restaurierte Synagogenraum, als auch die Pfarrkirche St. Nikolaus und ebenso die evangelische Friedenskirche können als Einstieg oder Ausgangspunkt für die Diskussion religiöser und konfessioneller Gemeinsamkeiten und Unterschiede hilfreich sein. Allein der äußerliche Vergleich lässt unsere Schüler ins Gespräch miteinander kommen.
Besonders in der Weihnachtszeit besuchen die Unterstufenschüler gerne die Pfarrkirche, da sich anhand des Krippenaufbaus, der Figuren und der gesamten Kulisse die Weihnachtsgeschichte für die Schüler eindrucksvoll erklären lässt.


Vorbereitung auf die Lebenspraxis und Öffentlichkeitsarbeit

Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit nimmt die Mercator-Schule seit vielen Jahren am Nikolausmarkt am 1. Adventssonntag in Gangelt teil. Das Angebot ist sehr vielseitig und vielfältig, so dass es von der Bevölkerung gut angenommen wird. Es wurden verschiedenste Bau- und Holzbastelarbeiten aus dem Werkunterricht angeboten. Ebenso waren Köstlichkeiten aus unserer Schulküche (von Schülern zubereitet), Töpferarbeiten und auch unser Schulkochbuch, das im Unterricht mit den Schülern erarbeitet wurde, Bestandteil unseres Programms. Ziel ist es, die Menschen aus der Umgebung für die Bedürfnisse unserer Schüler zu sensibilisieren und aufzuzeigen, über welche teilweise hochwertigen handwerklichen Fähigkeiten und Qualifikationen unsere Schüler verfügen.
Es ist schön, dass sich sowohl Lehrer und Schüler als auch Eltern beim Nikolausmarkt engagieren und hierbei großen Wert darauf legen miteinander und mit anderen Leuten ins Gespräch zu kommen, um die Stärken der Schüler zu betonen.
Somit soll das Bild der Schüler und der Schule einen angesehenen Stellenwert in der Bevölkerung bekommen.



Ein wichtiger Lernbereich ist für unsere Schüler die Vorbereitung auf die Lebenspraxis und die Lebenswirklichkeit. Einerseits haben die Gangelter Einrichtungen und die Mercator-Schule einen Kooperationsvertrag geschlossen, so dass Schüler dort ein Praktikum machen können. Darüber hinaus pflegen wir enge Kontakte zu verschiedenen Betrieben der Umgebung, die unsere Schüler für ein Schülerbetriebspraktikum aufnehmen.



Gangelt bietet zudem gute Möglichkeiten zum Einkaufen, die im Rahmen des
Hauswirtschaftsunterrichts und zur Vorbereitung des Kiosk-Verkaufs regelmäßig genutzt werden.


Anhand der vorangegangenen Ausführungen konnte ein Einblick in die enge Vernetzung zwischen der Mercator-Schule, dem handlungsorientierten und fächerüber-greifenden Unterricht, sowie dem Ort Gangelt mit seinen vielfältigen und verschiedenartigen außerschulischen Lernorten gewährt werden. Es ist uns ein Anliegen immer wieder diese Lernorte aufzusuchen und die Schüler dafür zu sensibilisieren.